fuss 2017

Saison 08/09

10. Punktspiel Landesliga-Nord

MSV Rüdersdorf - Schönower SV 5: 0 ( 1 : 0 )


Tore:1:0 Zöphel (36.HE) 2:0 Tchetche Pola (56.) 3:0 Kurzhals (71.) 4:0 Vlach (72.) 5:0 Laube (83.)

Schönower enttäuschen auf der ganzen Linie


Nach der nun dritten Niederlage in Folge verspielen die Uckermärker immer mehr ihren guten Saisonstart, kassierten wie schon vor 14 Tagen in Neuruppin auch in Rüdersdorf eine böse 0:5 Schlappe.
,,Wenn man die gesamten neunzig Minuten nicht ein einzigstes Mal auf das gegnerische Tor schießt, sagt das wohl alles über unsere heutige Angriffsleistung aus” ,resümierte ein noch lange nach dem Spiel sichtlich enttäuschter Trainer Erben und legte gleich noch einen nach :,,Da unser Mittelfeldspiel heute kaum stattfand und teils haarsträubende Fehler in der Abwehr unterliefen, war die Niederlage auch in dieser Höhe völlig logisch, ja hätte eigentlich noch höher ausfallen müssen”.
Fürwahr, was die Schönower an diesem Tage ablieferten, entsprach in keinster Weise Landesliganiveau.
Die vor der Saison personell fast komplett neu zusammengestellten Gastgeber versuchten von Beginn an Druck auf die Gäste auszuüben. Die langen Schläge aus dem Mittelfeld heraus auf die beiden Spitzen Kurzhals und Tchetche Pola erwiesen sich an diesem Tage als probates Mittel gegen eine sichtlich überforderte SSV-Defensivabteilung. Kaum einen Zweikampf in der spielgestalteten Zone gewannen die Uckermärker, waren meist nur zweiter Sieger. Und hatte man sich die Kugel erobert, so folgte prompt ein unkonzentriertes ja oftmals schlampiges Abspiel. Ein geordneter Spielaufbau-Fehlanzeige! Dies allein mit dem Fehlen vom verletzten Spielgestalter Troni zu erklären, ware wohl etwas zu einfach. So hatten die Rüdersdorfer bereits in der Anfangsphase einige Hochkaräter, scheiterten aber entweder am Aluminium ( Pola 6.)oder aber an ihrer teils kläglichen Chancenverwertung (Zöphel 11./ Seruga 19.).Die Gäste blieben in ihrer Offensivausstrahlung fast alles schuldig - bis auf Oppelts verlagernden Diagonalpass, den Retzlaff jedoch aus gut 30 Meter weit am Tor vorbeidrosch(26.). Als der Gastgeber durch Taube erneut nur den Querbalken traf (35.), schienen die Angriffsbemühungen der Rüdersdorfer allmählich zu versanden. Doch auch hier ,,halfen” die Gäste. Eine Flanke ins Nichts klärte Zimmermann im Strafraum mit der Hand-gelb und der Führungstreffer zum 1:0 durch Zöphel vom Punkt das Ergebnis. Und noch einmal brannte es lichterloh im Gästestrafraum, doch zum Glück für den SSV verstolperte auch hier der MSV diese Gelegenheit (44.).
Aus der Kabine kamen die Gäste couragierter drückten die Gastgeber jetzt weit in deren Hälfte. Zählbares sprang jedoch nicht heraus.Spätestens als Pola eine Eingabe von Kurzhals zum 2:0 einnickte (56.), drehte sich wieder das Spielgeschehen. Jetzt war wieder Bruder,,Schlendrian” in den Aktionen das Gäste, oder wie sollte man das unkonzentrierte,nervöse ja auch teilweise lustlose Auftreten einiger Schönower erklären ? Ein Geschenk nach dem anderen ,,präsentierte” man jetzt den Gastgebern, die nun dankend annahmen. Beispiel gefällig ? Stein spielt einen völlig unnötigen Rückpass, den sich der startende Pola schnappt. Allein auf Skara zusteuernd wird er jedoch abgedrängt, Statt den Ball nun entscheident zu klären, schiebt man ihm die Kugel nochmals zu .Kurze Eingabe auf den im Zentrum freistehenden Kurzhals -3:0 (71.). Anstoss ,SSV- Ballverlust und Retzlaff ließ Vlach gewähren der ohne Gegenwehr von der Mittellinie loszog und auch noch Skara mit Flachschuß zum 4:0
überwand(72.). Schließlich noch das 5:0, als der einlaufende Taube sich per Kopf die Ecke aussuchen konnte (83.).Zu diesem Zeitpunkt hatten die Gäste das Fußballspielen längst eingestellt, erwarteten wohl einige Akteure sehnlichst den Schlusspfiff.
Nun gibt es wohl unterhalb der Woche einigen Erklärungsbedarf bei den Schönowern. Eine weitere Niederlagenserie in den kommenden Begegnungen würde den exzellenten Saisonbeginn sehr schnell verblassen lassen.

SSV: Skara; Krause; Zimmermann; Koch; Stein; Rischewski; Regorius; Retzlaff; Steffini; Suckow; Oppelt