fuss 2017

Saison 08/09

21. Punktspiel Landesliga-Nord

BSC Rathenow - Schönower SV 7 : 1 ( 4: 1)


Tore: 1:0 Schmoock (21.) 2:0 Heinrich (26.) 3:0;4:0 Schmoock (28./30.) 4:1 Suckow (45.) 5:1 Schmoock (51.) 6:1 Balzer (71.) 7:1 Schmoock ( 76.)

Desolate Vorstellung endet im Debakel


Das verstehe wer will. Nach überzeugenden Heimauftritten folgt auswärts stets der Offenbarungseid. Dem Heim 3:0 gegen Bernau folgte das 2:3 in Nauen, letzte Woche ein starkes 1:1 wieder daheim gegen Brandenburg und nun ein 1:7 (!) in Rathenow.
Wer nach der Partie in Nauen dachte, schlechter geht es nicht, wurde in Rathenow eines Besseren belehrt. Was die Uckermärker in dieser Partie anboten, war schlichtweg gesagt eine Frechheit.
Dabei hatte man bis auf Zimmermann –für ihn stand Rischewski wieder im Aufgebot- die selben Spieler wie in der Vorwoche zur Verfügung. Des Rätsels Lösung zu finden scheint in den kommenden Tagen wohl den Vorrang beim SSV zu haben.
Die ersten zwanzig Minutenen waren von beiderseitigen Abtasten geprägt. Schmoock, der frei durch war, jedoch ein klassisches Luftloch schlug (13.)auf Rathenower Seite, sowie Krüger auf Seiten der Gäste mit einem Scharfschuß knapp am rechten Winkel vorbei (15.) besaßen die ersten Gelegenheiten der Partie. Wie aus dem Nichts die Führung der Gastgeber. Zwischen Koch ( er hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt und wurde frühzeitig ausgewechselt) und Krause fehlte die Abstimmung, lachender Dritter der startende Schmoock, welcher per Flachschuß zur 1:0 Führung traf (21.) . Als knapp fünf Minuten später dann der Ex-Nationalspieler Jörg Heinrich aus gut 40 Metern (!!!) per Fernschuss zum 2:0 (26.) traf bahnte sich die Katastrophe an. SSV-Anstoss, wieder Orientierungsprobleme in der SSV-Defensive ( wenn man die an diesem Tage so nennen durfte ) und Schmoock erhöhte per Doppelpack auf 4:0. Innerhalb von acht Minuten war die Partie gegen die Uckermärker gelaufen. Und selbst jetzt erwachten sie nicht aus ihrer Lethargie. Es war schon erstaunlich mit welch einfachen Mitteln die Gäste auszuspielen waren. Ständig nur zweiter Sieger in den Zweikämpfen, fehlende Körpersprache auf dem Spielfeld, der SSV war zur Vorwoche nur ein Schatten seiner selbst. Selbst das Gastgebergeschenk, Suckow lief in einen Querpaß und vollendete zum 1:4 (45.) rüttelte die Gäste nicht wach.
Nach der Pause das gleiche Bild. Keiner attackierte den ballführenden Gegner in der torgefährlichen Zone – Eingabe und 5:1 erneut durch Schmoock (51.).Pech für den SSV das Keeper Baitz Krüger`s Schuß per Hechtflug klärte (53.) und Heinrich`s Handspiel im Strafraum nicht geahndet wurde (55.).Doch es war nur ein Aufflackern, dann gings im alten Trott weiter.
Flanke von rechts, Kopfball von Balzer zum 6:1 (71.) – die Gäste einschließlich Keeper Kühnel eskortierten ehrfurchtsvoll… Als dann Libero Krause einen bereits geklärten Ball wieder ,,scharf“ machte, ließ sich Schmoock nicht zweimal bitten und erzielte seinen fünften(!) Tagestreffer (76.). ,,Die wehren sich ja nicht einmal“ so der treffende Kommentar von den Zuschauerrängen. Fürwahr dies müssen sich die Uckermärker an diesem Tage ankreiden lassen. Völlig emotionslos ergab man sich in sein Schicksal. Kein Aufbäumen, null Widerstand gegen das sich anbahnende Debakel. Am Ende stand die höchste Saisonniederlage zu Buche. Jetzt heisst es alle Kräfte zu bündeln, zu Ostern geht’s nach Zehdenick – wohl mehr als ein ,,Sechpunktespiel“ für die Uckermärker.

SSV: Kühnel; Krause; Koch (31.Retzlaff); Sieg; Rischewski; Troni; Dzinic( 61.Oppelt); Stein; Steffini; Krüger; Suckow