fuss 2017

Saison 10/11

29. Spieltag Landesklasse-Nord

Geschrieben von Marcus Erben

SV Mühlenbeck   -   Schönower  SV   1 : 3   ( 0 : 0 )

Tore: 0:1 Krukenberg (50.)   0:2 Krukenberg (64.)   0:3  Küster (74.)   1:3  Mores  (80.)

Sieg – dank starker Offensive

Vom letzten Auswärtsspiel der Saison kehrte der Schönower SV mit einem Dreier im Gepäck aus Mühlenbeck zurück. Übereinstimmend von den Verantwortlichen beider Seiten wurde der Sieg der Uckermärker als völlig verdient bezeichnet. Dabei hieß es bei den Gästen vor Beginn der Partie wieder einmal zu improvisieren. Mit Rischewski, Schmidt und Sieg fehlte diesmal fast der komplette Abwehrblock (Grund: die Hochzeit von Matthias Schütze - Glückwunsch von der ganzen Mannschaft), neben den Langzeitverletzten (Discher, Regorius, Bielke) meldete sich auch noch kurz vor Spielbeginn Stürmer Zafer ab.

"Doch Hut ab, nachdem wir die erste halbe Stunde schadlos überstanden hatten, fand meine Mannschaft immer besser ins Spiel, dominierte danach die Partie und gewann am Ende völlig verdient" so Trainer Erben mit einem kurzen Statement nach der Begegnung.

Die Mühlenbecker begannen auf ungewohnten Kunstrasen erwartungsgemäß offensiv, suchten mit weiten Schlägen aus der Abwehr heraus immer wieder die eigenen Spitzen. Die Schönower benötigten einige Zeit, um sich darauf einzustellen und hatten speziell in der Anfangsviertelstunde einige heikle Situationen zu überstehen. Den Freistoß von Georg sah SSV-Keeper Galinski auf dem Posten (9.). Als Troni im Mittelfeld ein Fehlpass unterlief, musste Paluch den recht agilen Lehmann über links ziehen lassen, dessen Abschluß aber um einige Zentimeter zu hoch angesetzt war (20.). Dann nahm Zwarg einen Eckball volley, hauchdünn zischte die Kugel über den SSV-Querbalken (22.). Und noch einmal trat Lehmann über links an, scheiterte aber erneut am guten Galinski, der per Fußabwehr klären konnte (24.). Doch so allmählich befreiten sich die Gäste aus der Umklammerung, setzten nun ihrerseits die ersten Offensivaktionen dagegen. Krukenberg`s Geschoß nach Troni-Vorlage klatschte SVM-Keeper Kuhl ab, die folgenden Nachschüsse verfingen sich (28.). Dann schickte Szmulski den startenden Krukenberg, der sämtliche Gegenspieler umkurvte, frei vor dem Tor jedoch noch auf den überraschten Troni ablegte, der das Leder aus Nahdistanz über den Kasten setzte (35.). Der SSV zog das Spiel nun immer mehr an sich, vergab aber noch die herausgespielten Möglichkeiten. So misslang Krukenberg frei vor dem Tor (37.) ebenso der Abschluss, wie kurz darauf Szmulski (39.). Und als sich Troni und der immer stärker werdende Krukenberg zum Doppelpaß fanden, scheiterte Letzterer am glänzend reagierenden Torhüter Kuhl (45.).

Die zweite Hälfte begann mit einem Riesen der Hausherren. Jung (der auf ungewohnter Position ein gute Partie ablieferte) schlug ein klassisches Luftloch, an der Eingabe von Haß rutschte Neue um Milimeter vorbei (46.). Doch kurz darauf gingen die Gäste in Führung. In einen Eckball von Szmulski lief Krukenberg schulmäßig ein, unhaltbar zischte der Kopfball in die Maschen, es stand 0:1 (50.). Der Rückstand schien wie ein Keulenschlag bei den Gastgebern zu wirken. Viel zu hektisch, ja verunsichert schlichen sich viele Fehlabspiele ein, lud man die Gäste geradezu zum Konterspiel ein. Und der SSV nahm dankend an. Erst nutzte der schwer zu stellende Krukenberg einen Abstimmungsfehler der Mühlenbecker und köpfte mit einer Bogenlampe zum 0:2 ein (64.), hatte eine Minute später in Kopie des 2:0 den nächsten Treffer auf dem Kopf, doch Keeper Kuhl fischte sich das Leder noch vor der Linie. Doch der nächste Konter saß. Einen weiten Flugball schnappte sich der SSV-Torjäger auf Höhe der Mittellinie und überlief die aufgerückte Abwehr des SVM, sah den mitgelaufenen Küster der nur noch den Fuss hinzuhalten brauchte -0:3 (74.). Nun im sicheren Gefühl des klaren Vorsprungs zeigten sich Konzentrationsmängel bei den Gästen. Den ersten Aussetzer nutzte Mores, als er völlig ungedeckt im Strafraum zum Abschluss kam und zum 1:3 verkürzte (80.). Dann zwang mit einem 20m-Hammer Zwarg den SSV-Torhüter Galinski zur Glanzparade (86.), strich Becker`s Eingabe ohne Abnehmer durch den SSV-Strafraum (88.). Auf der Gegenseite lief Küster allein auf Kuhl zu, scheiterte aber am klasse parierenden SVM-Goalie (90.). So blieb`s beim verdienten Sieg einer diesmal wieder als Einheit auftretenden SSV-Elf. Tolle Vorstellung.

SSV: Galinski; Koch; Jung; Eiling; Troni; Steffini; Szmulski; Paluch; Krukenberg; Stolzenburg; Küster

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