fuss 2017

Saison 08/09

2. Punktspiel Landesliga-Nord

Schönower SV - Werderaner FC 1: 5 ( 1 : 3 )


Gastgeber im Defensivbereich völlig von der Rolle


Im zweiten Heimspiel der Saison bezog der Schönower SV seine erste Heimniederlage, welche gegen Neuling Werder zudem recht deftig mit 1:5 ausfiel. Sieht man einmal von den Anfangsminuten der Partie ab, so enttäuschten die Uckermärker auf der ganzen Linie und verloren auch in dieser Höhe völlig verdient. Es begann eigentlich alles nach Maß für die Gastgeber. Torjäger Krüger setzte bereits in der zweiten Minuten das erste Achtungszeichen, sein gut gesetzter Kopfball zischte jedoch knapp über den Querbalken.

Die Gäste aus Werder, mit zwei Siegen erfolgreich in die Spielzeit gestartet, antworteten mit einem Kopfball von Koschan, den SSV-Keeper Skara aus dem rechten Winkel fischte(7.). Dann trat Krüger gut 30 Meter vor dem Werder Strafraum an, ließ mit kurzem Antritt zwei Gegenspieler stehen, umkurvte auch noch den Gäste-Libero und traf knallhart zur 1:0 Führung(10.).Nun sollte es doch laufen dachten sich wohl einige SSV-Akteure, hatten ihre Rechnung aber ohne die Gäste gemacht. Spielerisch nicht unbedingt brillierend, aber ungemein einsatzstark und bissig zogen sie mehr und mehr das Spiel an sich. Und als sich Koschan an der Mittellinie den Ball schnappte und Richtung Schönow Tor marschierte stellte sich ihm keiner ernsthaft in den Weg .Erst der zurückeilende Retzlaff erreichte ihm im Strafraum, ein kurzes geschicktes Einfädeln des Gästestürmers und der Ball lag trotz heftiger Proteste der Gastgeber auf dem Elfmeterpunkt –Michalske traf zum 1:1(16.). Der SSV marschierte weiter nach vorn, Troni zögerte aber in zentraler Position zu lange mit dem Abschluß (21.), Retzlaff`s Fernschuss strich knapp links vorbei(25.).Auch bei Krüger`s Freistoßknaller, den der Werderaner Keeper Bethke prallen ließ setzte keiner energisch genug nach(28.).Wie man solche Situationen ausnutzt zeigten kurz darauf die Gäste. In einen lang gezogen Freistoß spritzte erneut Koschan, fand in Skara seinen Meister doch den abgewehrten Ball schob der nachlaufende Seyfarth völlig unbedrängt zum 1:2 (35.)ein. Nicht nur in dieser Szene fehlte die Zuordnung in der Schönower Defensive. Das nächste Beispiel gefällig ? Langgezogener Freistoß in den SSV-Strafraum auf den langen Pfosten. Dort kann Seyfarth völlig unbedrängt den Ball zum einlaufenden Michalske zurückköpfen, der keine Mühe hat zum 1:3 zu vollenden (40.).Wer nun im zweiten Abschnitt mit einer Trotzreaktion der Gastgeber rechnete wurde bitter enttäuscht. Zwar versuchte es Krüger noch einmal per Freistoß (53.), doch das noch abgefälschte Leder ging um Zentimeter über den Balken. Werder stand nun kompakt in der Defensive und wartete auf die sich bietenden Konterchancen. Doch dem SSV-Angriffsspiel fehlten an diesem Tage die zündeten Ideen, zu hausbacken und durchsichtig die Aktionen. Da hatten die Gäste in diesem Spiel die besseren Trümpfe. Beide Spitzen ( Koschan und Michalske) wirbelten die Gastgeber-Abwehr ein ums andere Mal gehörig durcheinander, durften keine Minute aus den Augen gelassen werden. Doch es kam noch dicker für den Gastgeber. Mußte man Spielmacher Troni wegen einer Verletzung schon zur Pause vom Platz nehmen, verlor man nach gut einer Stunde auch noch Keeper Skara nach einer unbeherrschten Aktion. Bei seinem Frustfoul an Seyfarth gab es nicht nur erneut Strafstoß für Werder den Busch zum 1:4 nutzte, bereits mit gelb belastet zeigte ihm Referee Seyfarth berechtigt Gelb/Rot(66.).Lief es bis dahin schon nicht richtig im SSV-Spiel , so ging nun gar nichts mehr. Doch zum Glück für die Gastgeber setzten die Werderaner nicht entscheident nach. Als dann auch noch Koschan nach einer verbalen Entgleisung ( bei einer 4:1 Führung !!!) vom Feld musste, stellte sich zumindest zahlenmäßig der Gleichstand her (77.). Den Schlußpunkt setzte der an diesem Tage dreifache Torschütze Michalske, als er eine Eingabe von Busch zum 5:1 über die Linie drückte(78.). Er besiegelte damit die höchste Heimniederlage der Schönower in einem Punktspiel , denn selbst die Chronisten konnten sich nicht erinnern in den letzten Jahrzehnten so hoch verloren zu haben.

SSV: Skara; Krause; Schütze; Koch; Discher(67.Bormann); Troni(46.Suckow); Stein; Retzlaff; Steffini(66.Gutt); Oppelt;Krüger